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Menschen mit Behinderungen

Die Republik Österreich bekennt sich in der Bundesverfassung dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.

 

Die gesetzlichen Arbeitnehmer/innenschutzbestimmungen gelten für Menschen mit oder ohne Behinderung gleichermaßen. Kriterien für die Beschäftigung von Menschen am Arbeitsplatz sind zum Beispiel:

  • Konstitution und Körperkräfte
  • Alter und Qualifikation
  • körperliche Schwächen oder Gebrechen
  • Schwangerschaften

Bei der Übertragung von Aufgaben an Arbeitnehmer/innen ist auf deren Eignung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit Rücksicht zu nehmen.

 

§ 6 Einsatz der Bediensteten ArbeitnehmerInnenschutzgesetz

(1) Der Dienstgeber hat bei der Übertragung von Aufgaben an Bedienstete deren Eignung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit zu berücksichtigen. Dabei ist insbesondere auf Konstitution und Körperkräfte, Alter und Qualifikation Rücksicht zu nehmen.

(3) Bedienstete, von denen dem Dienstgeber bekannt ist, dass sie an körperlichen Schwächen oder an Gebrechen in einem Maße leiden, dass sie dadurch bei bestimmten Arbeiten einer besonderen Gefahr ausgesetzt wären oder andere Bedienstete gefährden könnten, dürfen mit Arbeiten dieser Art nicht beschäftigt werden.

 

Menschen mit Behinderung werden durch die Arbeitnehmer/innenschutzvorschriften nicht benachteiligt, das Schutzziel eines „sicheren und gesunden Arbeitsplatzes" gilt für alle Arbeitnehmer/innen. Behinderte sollen entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten im Arbeitsprozess eingegliedert werden, denn über die notwendige Existenzsicherung hinaus, wird so außerdem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Grundlage für die Beschäftigung von Arbeitnehmer/innen ist die Ermittlung und Beurteilung der Gefahren und Belastungen im Betrieb (Evaluierung). In dieser ist beispielweise zu berücksichtigen:

  • Möglichkeiten zur Flucht im Gefahrenfall,
  • Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen,
  • Arbeiten an Maschinen,
  • Erkennen von Gefahren,
  • absehbare Betriebsstörungen, Not- und Rettungsmaßnahmen

 

 

Aus der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren kann sich ergeben, dass Menschen mit bestimmten Behinderungen auf manchen Arbeitsplätzen nicht eingesetzt werden können. Aber auch Arbeitnehmer/innen ohne Behinderung, zum Beispiel mit Höhenangst, können nicht zu Arbeiten in großer Höhe herangezogen werden.

Ergibt die Ermittlung und Beurteilung der Gefahren, dass für bestimmte Arbeiten nicht jede/r Arbeitnehmer/in herangezogen werden kann, so ist dies in den Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten festzuhalten.

Arbeitgeber/innen müssen gemeinsam mit ihren Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmediziner/innen arbeitsphysiologische, arbeitspsychologische und sonstige ergonomische sowie arbeitshygienische Fragen, insbesondere des Arbeitsrhythmus, der Arbeitszeit- und Pausenregelung, der Gestaltung der Arbeitsplätze und des Arbeitsablaufes für alle Arbeitnehmer/innen berücksichtigen.

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