Der steirische Hitzeschutzplan

Mit der nun beginnenden warmen Jahreszeit nähern sich auch wieder die Zeiten, in denen Hitze für gesundheitliche Probleme sorgen kann. Um solche Phasen bestmöglich bewältigen zu können wurde von der Landessanitätsdirektion ein Steirischer Hitzsschutzplan herausgegeben.

 

Erstmalig in Österreich

Hitzeschutzplan SteiermarkPionierarbeit geleistet haben Od Feenstra und Christian Pollhammer von der Landessanitätsdirektion: Bevor das Steirerland wieder unter einer Hitzewelle stöhnt, haben sie einen Schutzplan verfasst. Darin enthalten sind sowohl praktische Tipps an "Hundstagen" als auch ein Leitfaden für Behörden und Einrichtungen. Ziel: "Die Anzahl an hitzeassoziierten Krankheits- und Todesfällen in Zukunft möglichst gering zu halten."

Gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurde ein mehrstufiges (Vor-)Warnsystem entwickelt. Vergleichbares gibt es in Österreich nicht!

Die Landessanitätsdirektion reagiert mit diesem Werk auf Klimaprognosen, wonach hierzulande die extremen Hitzetage von durchschnittlich drei (Zeitraum 1961 bis 1990) auf 17 (bis ins Jahr 2100) steigen werden. Für eine Hitzewelle genügen schon drei Tage mit mehr als 27 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Die Folgen reichen von Kopfschmerzen und Müdigkeit über Herzrasen, Hitzekrämpfe und Sonnenstich bis zu Hitzeschock und Komplikationen, die zum Tod führen können. Kleinkinder, Kranke sowie 65-jährige oder ältere Personen gelten hier als besonders gefährdet.

Deshalb sind im Hitzeschutzplan diverse Tipps enthalten, um etwa die Anzeichen eines Hitzeschocks zu erkennen, notfalls Erste Hilfe leisten zu können oder bestenfalls die Komplikationen zu vermeiden. Faustregel: viel trinken, Alkohol und Kaffee sind freilich "Gift".


Und wenn eine Hitzewelle droht...

 

Ist die Hitzewelle nicht mehr weit, dann greift der Schutzplan. Einsatzorganisationen, Heime sowie Spitäler, aber auch Kindergärten und Schulen werden alarmiert. In den Folgetagen sollen Betroffene via Email über den weiteren Verlauf der Hitzewelle und über Gegenmaßnahmen informiert werden. Übertrieben? Laut einer EU-Studie gab es 2003 70.000 hitzebedingte Todesfälle...

 

Weitereführende Information:

 

Der Steirische Hitzeschutzplan ~

Merkblatt ~

Empfehlungen für Angehörige ~

Landessanitätsdirektion ~

 


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